Wie lange ist eine Reisegepäckversicherung gültig?

Welche Laufzeiten gibt es?

Die Reisegepäckversicherung kann als Versicherungsvertrag mit einjähriger Laufzeit abgeschlossen werden. Abhängig von der Vertragsgestaltung verlängert sich die Laufzeit der Versicherung um ein weiteres Jahr, wenn sie nicht zuvor gekündigt wird. Als Versicherung mit dauerhafter Laufzeit lohnt sich die Reisegepäckversicherung insbesondere für Personen, die mehrmals in einem Jahr verreisen und den sicheren Schutz vor finanziellen Schäden durch Beschädigung oder Verlust des Reisegepäcks genießen möchten.

Reisende, die nur einmal im Jahr während ihres Urlaubs verreisen, können die Reisegepäckversicherung als einmalige Absicherung für den Zeitraum der Urlaubsreise abschließen. Häufig ist sie ein Bestandteil einer umfassenden Reiseversicherung und wird nicht nur direkt von Versicherern, sondern auch von Reiseveranstaltern oder in Reisebüros angeboten.

Die Reisedauer, für die eine Reisegepäckversicherung abgeschlossen werden kann, ist begrenzt. In der Regel hat die Reisegepäckversicherung auch als Jahresversicherung eine Gültigkeit von bis zu 93 Tagen pro Urlaubs- oder Geschäftsreise. Einzelne Versicherer bieten längere Gültigkeiten bis zu 163 Tagen oder mehr an.

Von der Laufzeit der Reisegepäckversicherung und ihrer Gültigkeit ist unter anderem die Höhe des Versicherungsbeitrags abhängig. Bei einer Absicherung für eine einzelne Reise sind die Preise nach der Anzahl der Reisetage gestaffelt.

Was ist im Versicherungsfall zu tun?

Die Reisegepäckversicherung schützt vor finanziellen Schäden, die durch beschädigtes oder in Verlust geratenes Reisegepäck entstehen. Sobald das Gepäck während der Anreise mit dem Flugzeug, dem Auto oder einem anderen Verkehrsmittel verloren geht, gestohlen oder durch einen Unfall beschädigt wird, ersetzt die Reisegepäckversicherung den Zeitwert oder einen Teil des Zeitwerts der Gepäckstücke, die zur persönlichen Urlaubsausstattung gehören. Auch bei einem Diebstahl, der Zerstörung oder Beschädigung des Gepäcks im Hotel, der Ferienwohnung oder teilweise sogar auf einem Campingplatz kommt die Reisegepäckversicherung ganz oder teilweise für den Zeitwert auf.

 

Unverzügliche Schadensmeldung

Um die Versicherungsleistungen in Anspruch nehmen zu können, müssen Geschädigte den Versicherer unverzüglich informieren, und zwar bereits vom Urlaubsort aus. Es reicht nicht aus, den Versicherungsfall erst nach der Heimkehr zu melden. In der Regel ist zunächst nur eine telefonische Unterrichtung des Versicherers notwendig. Er wird dann ein Formular für die Schadensanzeige übersenden, in das alle verloren gegangenen Gegenstände und der Schadenshergang eingetragen werden müssen.

 

Nachweise und Belege

Sofern das Reisegepäck gestohlen oder durch eine andere strafbare Handlung beschädigt wurde, muss eine Anzeige bei der örtlichen Polizei erstattet werden. Die Polizei stellt eine Bestätigung der erfolgten Anzeige aus, die dann dem Versicherer vorzulegen ist. Kommt das Reisegepäck während des Transports zum Reiseziel abhanden, so stellen die Fluggesellschaften, die Bahn und andere Reiseunternehmen ebenfalls entsprechende Bescheinigungen aus, die der Schadensmeldung beigefügt werden müssen. Darüber hinaus ist es sinnvoll, dem Versicherer Kaufbelege der abhanden gekommenen Gegenstände zur Verfügung zu stellen, damit er die Höhe des Schadens ermitteln kann. Insbesondere beim Verlust oder der Beschädigung neuer und hochwertiger Gepäckstücke empfiehlt die Vorlage von Kaufbelegen.

Was gehört zum Reisegepäck?

Mit dem Abschluss einer Reisegepäckversicherung ist nicht automatisch jedes beliebige Gepäckstück gegen Verlust, Zerstörung oder Beschädigung versichert. Die Versicherer grenzen in ihren Versicherungsbedingungen den Umfang des zu ersetzenden Reisegepäcks exakt ein. Dabei gibt es Unterschiede im Umfang der Versicherung zwischen einzelnen Versicherern. Auch bezüglich der detaillierten Leistungen unterscheiden sich die Anbieter der Reisegepäckversicherungen. Aus diesem Grund lohnt sich vor dem Abschluss der Versicherung ein Vergleich der Konditionen verschiedener Versicherungsunternehmen.

Grundsätzlich umfasst der Schutz der Reisegepäckversicherung Dinge des persönlichen Reisebedarfs. Dazu zählen in erster Linie Kleidungsstücke und Wäsche. Mitbringsel für Gastgeber und Souvenirs, die am Urlaubsort gekauft wurden, erkennen die Versicherer ebenfalls als persönlichen Reisebedarf an. Beruflich genutzte Gepäckstücke zählen grundsätzlich nicht zum erstattungsfähigen Reisegepäck. Wertvolle Kleidungsstücke wie Pelzmäntel erkennen Versicherer nur bedingt als typisches Reisegepäck an und ersetzen den Zeitwert daher meist nur anteilig.

Computer, Laptops und Mobiltelefone werden von einigen Versicherern nicht ersetzt, andere erstatten einen Teil des Zeitwerts oder einen prozentualen Anteil der Gesamtversicherungssumme. Dabei ist der Erstattungsbetrag häufig auf 500 Euro begrenzt. Ebenso verhält es sich mit Fotoausrüstungen und Videokameras. Brillen und Kontaktlinsen können vollständig, anteilig oder gar nicht ersetzt werden. Die Konditionen der Versicherer unterscheiden sich bezüglich dieser sehr persönlichen Gegenstände grundlegend.

Zum Reisegepäck zählen auch Fahrräder und andere Sportgeräte. Ein Ersatz des Zeitwerts bei Verlust oder Zerstörung erfolgt jedoch in den meisten Fällen nur, wenn der Schaden während des nicht bestimmungsgemäßen Gebrauchs eintritt, also während des Transports oder der Lagerung.

Grundsätzlich nicht zum Umfang des Reisegepäcks zählen Geld, Wertpapiere, Kunstwerke oder Antiquitäten und andere Wertgegenstände. Auch Schmuck wird nicht von allen Versicherern ersetzt, von vielen nur teilweise.

Was beinhaltet die Reisegepäckversicherung?

Welche Leistungen werden erbracht?

Wer eine Reisegepäckversicherung abschließt, wird vor finanziellen Schäden bewahrt, die durch

  • Beschädigung des Reisegepäcks
  • Zerstörung des Reisegepäcks und
  • Verlust des Reisegepäcks entstehen können.

Die Versicherung erbringt ihre Leistungen, wenn der Schaden oder der Verlust durch strafbare Handlungen wie Raub oder Diebstahl sowie durch Beförderungsunternehmen verursacht wurde. Transportmittelunfälle, Brand, Explosionen und Naturereignisse wie Blitzschlag, Sturm, Überschwemmungen, Lawinen, Erdrutsche oder Erdbeben sind weitere Ereignisse, die zum Verlust oder zur Beschädigung des Reisegepäcks führen können. Auch in diesen Fällen erstattet die Reisegepäckversicherung den entstandenen Schaden.

Einige Versicherer decken darüber hinaus die Kosten für Ersatzkäufe in einem begrenzten Umfang, wenn das Reisegepäck durch das Beförderungsunternehmen nicht fristgerecht ausgeliefert wird.

Zum Reisegepäck, das im Rahmen einer Reisegepäckversicherung ersetzt wird, zählt der persönliche Reisebedarf wie Kleidungsstücke und dauerhafte Toilettenartikel, Brillen, Fotoapparate und Videokameras. Auch Sportgeräte und Fahrräder werden von einigen Versicherern als typisches Reisegepäck angesehen. An den durch Verlust oder Beschädigung elektronischer Geräte wie Laptops oder Mobiltelefonen sowie von Schmuck und anderen Wertgegenständen entstandenen Kosten beteiligen sich einige Versicherer, andere schließen sie grundsätzlich vom Versicherungsschutz aus. In der Regel übernimmt eine Reisegepäckversicherung Kosten für den Verlust von Bargeld, Schecks und Wertgegenständen sowie Kunstgegenständen und Antiquitäten nicht.

 

Leistungen der Reisegepäckversicherung

Die Leistungen der Reisegepäckversicherung bestehen grundsätzlich im Ersatz des Zeitwerts der beschädigten oder abhanden gekommenen Gegenstände. An den Kosten des Ersatzes hochwertiger Gepäckstücke beteiligen sich die meisten Versicherer ausschließlich mit einem in den Versicherungsbedingungen festgelegten prozentualen Anteil des Zeitwerts. Grundsätzlich ist die Versicherungssumme der Reisegepäckversicherung auf einen Höchstbetrag begrenzt. Viele Anbieter sehen zudem einen Selbstbehalt der versicherten Personen vor. Die Leistungen der einzelnen Versicherer unterscheiden sich teilweise deutlich voneinander. Vor dem Abschluss des Vertrags sollte daher ein Vergleich aller Konditionen der Anbieter durchgeführt werden.